Politik: Strategie

Hafen 4.0 – BMVI startet zweiten IHATEC-Förderaufruf

Hafen 4.0
Hafen Hamburg. Foto: pixabay.de

Auf dem Weg zum Hafen 4.0: Seit 15. September 2017 können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung, außeruniversitäre Einrichtungen, Ingenieurbüros und Konsortien/Verbünde der vorgenannten Einheiten wieder Projektideen auf der Internetseite des Förderprogrammes oder über das Förderportal des Bundes einreichen. Antragsteller mit positiv bewerteten Projektskizzen werden in einem zweiten Schritt zur Vorlage förmlicher Antragsunterlagen aufgefordert. Letzter Tag zur Einreichung der Projektideen ist der 15. Dezember 2017.

Mit dem Förderprogramm für Innovative Hafentechnologien (IHATEC) unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die zur Entwicklung oder Anpassung innovativer Technologien in den deutschen See- und Binnenhäfen beitragen und dabei helfen, das Umschlagaufkommen zu bewältigen und Logistikketten zu verbessern. Dafür stellt das BMVI im Zeitraum 2016–2021 rund 64 Mio. EUR bereit.

Die Digitalisierung der deutschen Hafenwirtschaft bildet dabei den zentralen Treiber. Sie verändert nicht nur die Globalisierung und die weltweiten Handelsströme sondern eröffnet gleichzeitig neue Möglichkeiten in den Bereichen Umschlag, Transport und Vernetzung. Gerade für eine Branche wie die (maritime) Logistik, in der es eine Vielzahl von Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Akteuren gibt, bietet sich ein breites Anwendungsspektrum für digitale Technologien. Dieses gilt es mit ausgewählten Projekten des Förderprogramms zu erschließen. Der Weg zum Hafen 4.0 wird damit geebnet.

Im ersten Aufruf für das Förderprogramm für Innovative Hafentechnologien (IHATEC) Ende 2016 wurden insgesamt 75 Anträge zu 27 Verbundprojekten eingereicht. Bislang wurden rund 19 Mio. EUR Fördermittel bewilligt.

Gefördert wird die Entwicklung innovativer Technologien, die den Häfen helfen, das stark anwachsende Umschlagaufkommen zu bewältigen und Logistikketten zu verbessern. Dabei sollen bestehende Arbeitsplätze erhalten bzw. neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Projekte können eine große Bandbreite haben – vom Einsatz automatisierter Systeme für den Güterumschlag über die IT-optimierte Prozesssteuerung in der Lagerhaltung bis hin zu Maßnahmen zur Bekämpfung von Cyber-Angriffen.

Die Förderung erfolgt anteilig. Bei Projekten, die sich mit industrieller Forschung oder Durchführbarkeitsstudien befassen, können bis zu 50 % der Investitionen übernommen werden. Bei experimenteller Entwicklung sind es bis zu 25 %.


Förderaufruf als PDF

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