Infrastruktur

Betreiber kritischer Infrastrukturen erhalten zusätzliche Frequenzen

zusätzliche Frequenzen für PMR-Anwendungen
Bild: pixabay.de

Neue Lizenzen ab 2021

Den Betreibern Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) stehen für Anwendungen des Professionellen Mobilfunks (PMR) künftig zusätzliche Frequenzen im 450 MHz-Bereich zur Verfügung. So sieht es die Aktualisierung des Frequenzplans der BNetzA vor, der auf Basis der Frequenzverordnung erstellt wird.

Ab dem Jahr 2021 können die Frequenzteilbereiche 451,0 – 455,74 MHz und 461,0 – 465,74 im 450-MHz-Band von Betreibern kritischer Infrastrukturen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und Militär genutzt werden. Die derzeit gültige Lizenz für diese Frequenzbereiche läuft zum 31. Dezember 2020 aus. Vor diesem Hintergrund hat die BNetzA sich nun entschieden, nicht nur dem steigenden Frequenzbedarf der Sicherheitsbehörden, sondern auch dem der KRITIS-Betreiber Rechnung zu tragen.

„Der PMeV hatte zuletzt in seinem Positionspapier zur Bundestagswahl 2017 erneut die Ausstattung des Professionellen Mobilfunks mit den nötigen Frequenzen gefordert – und das ausdrücklich auch für Betreiber kritischer Infrastrukturen und Industrie. Daher begrüßen wir sehr die vorgelegte Aktualisierung des Frequenzplans der BNetzA, die in hohem Maße unserer Forderung entspricht“, erklärt Bernhard Klinger, PMeV-Vorstand [1] und Vorsitzender des Fachbereichs Breitband.

Eckpunktepapier fördert PMR-Breitbandanwendungen

Darüber hinaus hat die BNetzA „Eckpunkte für den Ausbau digitaler Infrastrukturen und Bedarfsermittlung für bundesweite Zuteilungen in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz“ erstellt. Für die Frequenzen im Bereich bei 3,6 GHz zeichnet sich laut BNetzA sowohl eine bundesweite als auch eine regionale Zuteilung ab. Im Bereich von 3,7 – 3,8 GHz sieht das Eckpunktepapier die Reservierung von Frequenzspektrum für regionale Zuteilungen vor. Somit könnte dieses Frequenzspektrum für dedizierte, lokale breitbandige Netze zur Verfügung stehen.

Klinger: „Insgesamt eröffnet das Eckpunktepapier vielversprechende Perspektiven für Betreiber kritischer Infrastrukturen und Industrie beim Einsatz breitbandiger PMR-Anwendungen.“


[1]  Im PMeV – Netzwerk sichere Kommunikation haben sich Anbieter und Anwender von Kommunikationssystemen für den mobilen professionellen Einsatz zusammengeschlossen. Seine Mitglieder sind Hersteller, System- und Applikationshäuser sowie Netzbetreiber und Nutzer. Der PMeV fördert Standards und wirkt an deren Weiterentwicklung im Sinne der Anforderungen des deutschen Marktes aktiv mit.


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