Infrastruktur: Wissenschaft

Beispiel Hochbahn: Busflotten auf emissionsfreie Antriebe umstellen

Hochbahn Busbetriebshof am Gleisdreieck
Busbetriebshof am Gleisdreieck. Grafik: Hochbahn

Die Professur für Elektrische Energiesysteme der Helmut-Schmidt-Universität übernimmt die wissenschaftliche Begleitforschung für zwei Großprojekte zum Aufbau elektrischer Ladeinfrastrukturen auf Busbetriebshöfen der Hamburger Hochbahn. In Hamburg soll damit erstmals in Deutschland die Beschaffung von Elektrobussen für den Öffentlichen Personennahverkehr zusammen mit einer systematischen Umsetzung der Ladeinfrastruktur für ganze Betriebshöfe geschehen.

„Mit der Begleitung der Projekte möchten wir die einzelnen Konzepte für Ladeinfrastrukturen konzeptionell absichern und hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz bewerten. Übergeordnetes Ziel hierbei ist die Sicherstellung der Übertragbarkeit auf weitere Busbetriebshöfe und andere Verkehrsunternehmen“, erläutert Univ.-Prof. Dr.-Ing. Detlef Schulz, der Leiter der Professur.

Zum Jahresende 2017 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur der Hamburger Hochbahn AG und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein GmbH eine Förderung in Höhe von 8,6 Mio. EUR für den Aufbau von Ladeinfrastrukturen auf Busbetriebshöfen zuerkannt. Das Gesamtprojekt für beide Unternehmen ist mit 24,6 Mio. EUR budgetiert. Davon entfallen auf die Helmut-Schmidt-Universität 400.000 Euro an Fördergeldern.

Mit diesen Projekten wollen die beiden Verkehrsunternehmen zeigen, wie ein öffentlicher Personennahverkehr mit emissionsfreien Antrieben zukünftig gestaltet werden kann. Herausfordernd ist die Nutzung standardisierter Lade- und Kommunikationstechnologie, um herstellerunabhängig und kostengünstig die Busflotten umzustellen. Davon sollen zukünftig auch andere Verkehrsunternehmen profitieren.

Die Hamburger Hochbahn verwirklicht im Zuge des Projektes einen Teil der benötigten Ladeinfrastruktur auf dem geplanten Busbetriebshof „Gleisdreieck“, dem zukünftig größten Betriebshof in Hamburg-Alsterdorf.  Er soll ab Ende 2018 begrünte Unterstände für bis zu 240 Hochbahn-Busse bieten. Er ist Ersatz für den in die Jahre gekommenen Betriebshof Mesterkamp und gleichzeitig der erste, der über eine komplett elektromobile und schadstoff-emissionsfreie Busflotte verfügen wird.

Teilweise auf eine elektrische Ladeinfrastruktur umrüsten werden auch die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein ihren Busbetriebshof Bergedorf.

Das Gesamtprojekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Detlef Schulz, detlef.schulz@hsu-hh.de


Weitere Informationen (extern):
Professur für Elektrische Energiesysteme
– Hochbahn-Blog: Busbetriebshof Gleisdreieck: E-Mobilität kommt!


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