Mobilität: Projekte Politik: Strategie

Sri Lanka: AHK-Geschäftsanbahnung nachhaltige Mobilität

Sri Lanka Küste Verkehr
©_Farhath Firows on unsplash

AHK-Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Mobilität, Verkehrs-/ÖPNV-Lösungen und Logistik: Reise nach Colombo, Sri Lanka, am 24.-27. Juni 2019 – Anmeldeschluss am 15. März 2019

Die Außenhandelskammer (AHK) Sri Lanka bietet im Juni 2019 eine Geschäftsanbahnung zu den Themenbereichen „Nachhaltige Mobilität, Verkehrs- und ÖPNV-Lösungen und Logistik“ für deutsche KMU an. Die Reise nach Colombo erfolgt im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und bietet den teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, sich auf einer Fachkonferenz zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen sowie im Rahmen von B2B-Gesprächen erste Geschäfte anzubahnen.

Marktpotenzial nachhaltige Mobilität und Logistik in Sri Lanka

Sri Lanka etabliert sich als Logistik- und Trading Hub. Colombo hat den größten Hafen Südasiens, ist Nr.13 weltweit in Bezug auf die Connectivity und Nr. 22 bzgl. der Größe des Hafens. Colombo Port hat die weltweit größte Wachstumsrate (15,6%) bei Containerkapazitäten. Die derzeitigen Containerkapazitäten betragen 7 Mio. TEU, bis 2020 sind 10 Mio. TEU geplant.

Auch der Hafen von Hambantota gewinnt an Bedeutung: die Schiffsrouten durch Hambantota werden von 36.000 Schiffen genutzt, inklusive 4.500 Öltankern. Der Hafen, der zurzeit als RoRo-Hub für den Import von KFZ und als LPG-Terminal genutzt wird, erlaubt Einsparungen von 3 Tagen Fahrtzeit und Treibstoff. Container- und LNG-Kapazitäten sowie Dienstleistungen in den Bereichen Schiffsreparatur und Warehousing sollen entwickelt werden.

Hieraus ergibt sich ein großes Kooperationspotential für deutsche Unternehmen. Dieses Potenzial hat das Land erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen: Die sri-lankische Regierung fokussiert sich nicht nur darauf, das Land als Logistik-Hub zu etablieren, sondern auch darauf, die lokale Verkehrs- und Logistikinfrastruktur auszubauen.

Umfassender Verkehrsausbau geplant

Zu einem effizienten und nachhaltigen Logistiksystem gehören zum einen eine gut ausgebaute Infrastruktur und zum anderen intelligente Transport-Management-Systeme. Um den Nachhaltigkeitsaspekt nicht zu vernachlässigen, ist der Umstieg von Abgasmotoren auf Elektromobilität oder wasserstoffbetriebene Fahrzeuge notwendig.

Zurzeit wird in Sri Lanka unter anderem an solarbetriebenen Rikschas geforscht, sowie an Plänen zum Ausbau des E-Mobilitätsnetzes gearbeitet. Hierzu gehören auch der Ausbau der Ladestationsinfrastruktur, insbesondere im Osten des Landes, als auch deren nachhaltige Funktionalität. Außerdem ist ein großes Projekt im Hinblick auf die Einführung von Elektro- und Wasserstoffbussen von der Regierung ausgeschrieben. E-Mobilität soll jedoch nur ein Zwischenschritt zu dem noch nachhaltigeren Wasserstoffantrieb sein.

In Sri Lanka besteht großes Potenzial bei intelligenten Transport-Management-Systemen, ganzheitlichen Mobilitäts- und Infrastrukturkonzepten, und intermodalem Verkehr. Smart Port-Lösungen für Sri Lankas zwei Häfen sind aktuell nachgefragt. Innovative Konzepte im Bereich Verkehr- und ÖPNV, Alternativen zu konventionellen Fahrzeugen, moderne Logistiklösungen inkl. der dazugehörenden Infrastruktur und Effizienzlösungen in den Bereichen der nachhaltigen Mobilität und Logistik bieten erfolgsversprechende und spannende Betätigungsfelder für KMU.

Marktchancen für deutsche KMU

Konkrete Chancen für deutsche KMU ergeben sich somit in den Bereichen Logistiklösungen, Applikationen im Transportsektor, bei Komponenten in der Elektromobilität und Hybrid-Power-Systemen, sowie bei Produkten im Bereich Smart Port und Effizienzsteigerung.

Deutsche Unternehmen können mit ihrer Expertise in den Bereichen Transport-Management-Systemen und Supply-Chain-Modelle den Logistiksektor in Sri Lanka effizienter gestalten helfen und neue Geschäftsfelder erschließen. Dank intelligenter Lösungen für den Verkehrs- und Güterfluss können Logistikzentren automatisiert und effizienter strukturiert werden. Ein Ziel ist es, Colombos Hafen zu einem “Smart Port” weiterzuentwickeln, Technologie- und IT-Systeme zu modernisieren und E-Mobilität im Hafen zu etablieren.

Deutsche Produkte stehen in Sri Lanka für hohe Qualität und Zuverlässigkeit

Gerade im Bereich Nachhaltigkeit in der Mobilität und der Logistik sowie bei Infrastrukturlösungen ergeben sich somit gute Möglichkeiten, langfristige Projekte in Sri Lanka auf den Weg zu bringen. Der bilaterale Handel zwischen Deutschland und Sri Lanka ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Im vergangenen Jahr erreichten die deutsch-sri lankischen Geschäftsbeziehungen ein Rekordhoch, bei dem die Exporte von Sri Lanka nach Deutschland um 13% auf 654 Mio. EUR und die deutschen Exporte nach Sri Lanka um 81% auf 571 Mio. EUR anstiegen. Insgesamt betrug der bilaterale Handel damit 1,25 Mrd. EUR.

Das Markterschließungsprogramms für KMU des BMWi

Geschäftsanbahnungen im Rahmen des Markterschließungsprogramms (MEP) für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) haben den Einstieg und Erweiterung des Auslandsengagements im Zielmarkt als Absicht.

Das MEP leistet einen wichtigen Beitrag zur Außenwirtschaftsförderung. Es bietet eine flexible Plattform für diverse Themen- und Programminitiativen. Das Programm richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz in Deutschland.

Die Geschäftsanbahnung umfasst eine Unternehmerreise mit lokaler Präsentationsveranstaltung, bei der die teilnehmenden deutschen Firmen ihre Produkte, Technologien und möglichen Kooperationsfelder vorstellen können. Weitere Kernelemente des Projektes bestehen in der Organisation von individuellen und vorab organsierten Einzelgesprächen, die mit potenziellen Geschäftspartnern vor Ort stattfinden, und der Erstellung einer umfangreichen Zielmarktanalyse. Schwerpunkt ist die konkrete Geschäftsanbahnung zwischen in- und ausländischen Unternehmen.

Im Rahmen der Förderung werden Kosten für die Organisation des Programms sowie Informationsbereitstellung getragen. Der Eigenanteil bei der Teilnahme an dem Auslandsformat Geschäftsanbahnung beträgt:

  • 500 Euro (netto) für Unternehmen mit weniger als zwei Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als zehn Mitarbeitern
  • 750 Euro (netto) für Unternehmen mit weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 1.000 Euro (netto) für Unternehmen ab 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitern

Reise-, Unterbringungs- und sonstige Verpflegungskosten müssen vom Unternehmen selbst getragen werden.