Mobilität: Projekte

MOIA erhält Genehmigung für Ridesharing-Betrieb in Hannover

MOIA Ridesharing in Hannover
©_MOIA

Das Volkswagen-Tochterunternehmen MOIA hat von der Stadt Hannover die Genehmigung für den Betrieb seines neuartigen Ridesharing-Angebotes erhalten. Nach Abschluss letzter Vorbereitungen wird das Unternehmen nun in den nächsten Wochen den öffentlichen Betrieb starten und in einem ersten Schritt rund 15.000 weitere Nutzer zulassen. Den konkreten Starttermin wird MOIA in Kürze bekannt geben. Mit dem Starttermin wird das Unternehmen den bisherigen Testbetrieb beenden, an dem 3.500 Tester teilnehmen. Bis spätestens Ende des Jahres wird MOIA allen Hannoveranern zur Verfügung stehen.

Die Konzession gilt für zunächst 150 Fahrzeuge. Vorbehaltlich der Ergebnisse einer unabhängigen Begleitforschung, durch die mögliche Auswirkungen des neuen Angebotes auf die öffentlichen Verkehrsinteressen untersucht werden, kann MOIA die Flotte ab Sommer 2020 auf bis zu 250 Fahrzeuge aufstocken.

„Wir haben in Hannover von Anfang an ein gutes Umfeld für unseren Servicetest vorgefunden. Unser Ridesharing-Angebot funktioniert stabil und wird sehr gut angenommen. Wir haben daher entschieden, dieses Angebot weiter auszubauen und schrittweise allen Hannoveranern zur Verfügung zu stellen“, sagt Ole Harms, CEO von MOIA.

Für die Testnutzer ist MOIA in den vergangenen Monaten zu einem festen Bestandteil der städtischen Mobilität geworden. Mit Start des öffentlichen Betriebs wird die Anzahl der Nutzer schrittweise erhöht. „Zunächst öffnen wir MOIA für die Personen, die sich bereits für den Servicetest beworben hatten, aber wegen des großen Andrangs bislang nicht zum Zuge gekommen sind. Mit dem weiteren Ausbau der Fahrzeugflotte öffnen wir uns dann im zweiten Halbjahr dieses Jahres schrittweise und mit Augenmaß allen Hannoveranern“, sagt Harms.

Mit der Erteilung der Genehmigung kann MOIA in zwei Schritten bis zu 250 Fahrzeuge einsetzen. Bis Sommer 2020 gilt eine Begrenzung auf 150 Fahrzeuge. Bestätigt sich in den ersten beiden Jahren, dass keine negativen Auswirkungen auf die öffentlichen Verkehrsinteressen eintreten, kann die Ridesharing-Flotte auf die beantragte Gesamtzahl von 250 Fahrzeugen aufgestockt werden.

„MOIA wendet sich an alle Menschen in Hannover, die eine umsteigefreie, bequeme und sichere Mobilität zu einem fairen Preis wünschen. Wir ergänzen damit das bestehende Mobilitätsangebot der Stadt und bieten eine attraktive Alternative zum eigenen PKW. Indem wir Fahrten bündeln, entlasten wir zugleich den Verkehr und die Umwelt“, sagt Robert Henrich, COO von MOIA. „Damit das Pooling optimal funktioniert, müssen Flottengröße, Bediengebiet und Anzahl der Nutzer in einem angemessenen Verhältnis stehen. Wir werden daher zunächst in einem großen Teil, aber nicht dem gesamten Stadtgebiet starten. Spätestens sobald die geplante Flottengröße von 250 Fahrzeugen erreicht ist, soll unser Service in ganz Hannover verfügbar sein.“

Das Bediengebiet wird zum Start etwa 90 km² umfassen. Damit steht MOIA etwa 75 % der Bevölkerung zur Verfügung. Zunächst wird MOIA die bereits aus dem Servicetest bekannten 35 T6-Benziner einsetzen. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte plant das Unternehmen, die Flotte deutlich aufzustocken. In den kommenden Jahren soll die Flotte zudem elektrifiziert werden.

Der Preis pro Fahrt, der in der Testphase aus rechtlichen Gründen noch bei 6 ct pro Person und Kilometer lag, wird mit Aufnahme des öffentlichen Betriebes erhöht und zukünftig zwischen dem ÖPNV- und Taxi-Preis liegen. Er kann nach Wochentag und Uhrzeit, sowie in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage, schwanken. In jedem Fall wird der Preis dem Kunden vor Buchung einer Fahrt transparent angezeigt. Nach erfolgter Buchung ändert sich der Preis, auch im Falle von z. B. Stau oder einer unerwarteten Umleitung, nicht mehr.

Viele Hannoveraner kennen MOIA bereits. Seit Oktober 2017 testet das Unternehmen dort sein neuartiges Ridesharing-Konzept. Der Test startete mit 20 Fahrzeugen, später wurde auf 35 Fahrzeuge aufgestockt. Aktuell nehmen 3.500 Personen am Testbetrieb teil, die den Service bereits über 200.000 Mal nutzten. Sie hatten sich im Vorfeld für den Test beworben. Das vollelektrische, eigens für Pooling-Zwecke konzipierte MOIA +6 Fahrzeug war nicht Teil des Servicetests. Es wird seine Premiere Anfang nächsten Jahres in Hamburg feiern.


MOIA ist ein Tochterunternehmen und eigenständige Marke des VW Konzerns. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin, Hamburg und Helsinki entwickelt Mobilitätsdienstleistungen und arbeitet partnerschaftlich mit Städten und den vor Ort ansässigen öffentlichen Verkehrsträgern zusammen. Derzeit entwickelt und implementiert MOIA verschiedene Services entlang der Mobilitätswertschöpfungskette mit unterschiedlichen Angeboten für verschiedene Kundengruppen. Ride-Pooling von MOIA ist ein modulares Gesamtsystem, um Individualverkehr zu vermeiden und die Straßeninfrastruktur in Städten effizienter zu nutzen.


Verwandte Artikel:
– Stichwort Ridesharing


Hinweis gem. European General Data Protection Regulation: Diese Seite setzt für einige Funktionen – Mail-Nachrichten an uns sowie den Archiv-Zugriff – ein Cookie in Ihrem Browser. Es kann jederzeit durch Sie im Browser gelöscht werden. Sind Sie mit der Nutzung von Cookies einverstanden? JA | NEIN
652