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Continental-Luftfedern für Schienen-Highspeed-Projekt in Florida

Luftfedern für Brightline-Züge in Florida
Luftfedern für Brightline-Züge in Florida. Bild: Continental

Der Ausbau des Schienenverkehrs in den USA kommt auch außerhalb der Millionenmetropolen weiter in Fahrt. Ein Beispiel hierfür ist die schnelle Intercityverbindung durch das Brightline-Personenverkehrsprojekt, das Miami und Orlando miteinander verbinden soll. In den eingesetzten Hochgeschwindigkeitszügen fahren auch Luftfedern von Continental mit. Sie sorgen für angenehmen Fahrkomfort – selbst bei Spitzengeschwindigkeiten von 200 km/h.

Noch 2017 wird die private Eisenbahngesellschaft All Aboard Florida einen ersten Bahnbetrieb aufnehmen und den Streckenabschnitt von Miami nach West Palm Beach öffnen, für den sie das vorhandene Schienennetz nutzen kann. Ihm wird Brightline einen neuen zweiten Streckenabschnitt hinzufügen, der bald fertiggestellt sein wird.

Wenn das gesamte Streckennetz betriebsbereit ist, verbindet Brightline Miami, Fort Lauderdale, West Palm Beach und den Orlando International Airport. Die insgesamt 390 km (240 miles) können in etwa drei Stunden zurückgelegt werden – sodass diese Leistung eine echte Konkurrenz zur Anreise im PKW darstellt. Die eingesetzten Hochgeschwindigkeitszüge werden von Siemens Mobility in Sacramento, Kalifornien, gefertigt und erfüllen die hohen Inlandsanforderungen. Jede der Zuggarnituren soll aus zwei Diesellokomotiven (eine an jedem Zugende) der Bauart Charger [1] und vier Wagen bestehen.

Auch die Luftfedern von Continental, die ebenfalls in den USA zusammengebaut und finalisiert werden, tragen zur Wertigkeit der Züge bei. Eingesetzt im Drehgestell von Zügen für den Nah- oder den Fernverkehr erhöhen Federungssysteme der Primär- oder Sekundärfederstufe den Fahrkomfort, indem sie Schwingungen und Stöße minimieren. So machen sie den umweltfreundlichen Schienenverkehr für die Reisenden noch attraktiver und leisten einen Beitrag zum Lärmschutz in Metropolen und Ballungszentren.

In den USA lässt die Erkenntnis, dass der Straßenausbau alleine dem weiter wachsenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht wird, quer durch das Land neue Schienenverkehrsprojekte entstehen. Straßen-, Stadt- und U-Bahnen gewinnen für Metropolen wie New York, Boston und San Francisco zunehmend an Bedeutung. Aber auch Mittel- und Langstrecken sowie Hochgeschwindigkeitszüge rücken in den Fokus der US-Entscheider. Hier gehören die Bundesstaaten Florida und Kalifornien zu den Vorreitern. Besonderheiten sind lokale Anforderungen wie die Beschaffenheit des US-amerikanischen Streckennetzes, marktspezifische Normen wie ASTM D412, ASTM D1149-07 und ASTM E662 und die Bedeutung einer Produktion im Land.


[1]     Der Siemens SC-44 Charger (Datenblatt engl.) ist eine dieselelektrische Lokomotive, die in Sacramento für den nordamerikanischen Markt produziert wird. Das Modell ist ebenso wie die Amtrak-Elektrolokomotive Cities Sprinter abgeleitet vom europäischen Siemens Vectron.


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