Technologie

Real Driving Emissions – Tests normieren, alternative Antriebe untersuchen

Real Driving Emissions (RDE)
Technologien und Testverfahren für Real Driving Emissions (RDE) gesucht. Foto: Neriville/pixabay.de

Automobilhersteller normieren Tests und untersuchen alternative Antriebe, um RDE-Fristen einzuhalten

In der Folge des Abgasskandals wurden die bisher laxen Emissionsprüfverfahren durchweg verschärft. Alle europäischen Erstausrüster (original equipment manufacturers, OEMs) sind nun aufgefordert, Abgasemissionen im realen Straßenverkehr – Real Driving Emissions (RDE) – zu messen. Im September 2017 werden RDE-Tests mit einem Konformitätsfaktor von 2,1 durchgeführt, der sich bis September 2021 auf 1,5 verändern wird. OEMs und ihre Testmethoden und -ergebnisse werden damit deutlich transparenter. Nach der Umsetzung von RDE wird die Einführung der WLTP-Testprozedur (Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure) einfacher.

Die Europäische Union ist derzeit dabei, Testverfahren weltweit zu standardisieren. Solche wie RDE, WLTP oder der Neue Europäische Fahrzyklus NEFZ werden der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) und dem Europäischen Automobilherstellerverband (ACEA) dazu verhelfen, Emissionswerte für alle Hersteller in hoch urbanisierten Gebieten zu regulieren und zu verringern.

„Der Wechsel von NEFZ zu RDE ist ein entscheidender Schritt, da der praktische Fahrbetrieb größere Auswirkungen auf Antriebstechnologien haben wird,“ sagt Frost & Sullivan Mobility Research Analyst Arvind Noel Xavier Leo.  „OEMs müssen sich alternativen Technologien zuwenden und gleichzeitig vorhandene Technologien verbessern, um die Anforderungen der RDE-Testverfahren zu erfüllen.“

Die Studie Executive Analysis of Real Driving Emissions (RDE) and their Implementation  als Teil der Frost & Sullivan Growth Partnership Subskription Automotive & Transportation hat ergeben, dass die stufenweise Einführung von RDE und einem dualen NEFZ-WLTP-Testverfahren in 2017 in der Europäischen Union vonstatten gehen wird, während Märkte mit strengen Emissionsrichtlinien wie Kalifornien und China erst nach der Einführung in Europa WLTP und RDE übernehmen werden. Weitere, zur Subskription gehörende Themen sind WLTP, bevorzugter Marktzugang für LED, Antriebe und Elektrofahrzeuge, Hybrid-Elektro-LKW und -Bus sowie E-Hailing.

Eine der größten Herausforderungen beim Übergang hin zu modernen Antriebstechnologien sind die hohen Kosten. Der Übergang stellt auch eine Probe für das Leistungspotenzial von Dienstleistern dar, sich auf die Veränderungen einzustellen. Anbieter wie AVL, Ricardo, Continental, ICCT und Bosch haben ihre Technologien erweitert, um Fahrzeuge von OEMs zu untersuchen und zu zertifizieren und Technologien mit geringen Produktionskosten zu entwickeln.

„OEMs investieren enorme Summen in die Entwicklung von Technologien mit geringen Produktionskosten, um diese in ihre Flotte zu integrieren. Die Einführung von WLTP und RDE wird Verbesserungen wie Downsizing, mehrfache Druckerhöhungsanlagen, Direkteinspritzer, Hybridisierung und Abgassysteme voranbringen,“ bemerkt Leo.  „OEMs werden darauf aus sein, diese Technologien zu optimieren, um erstklassige Ergebnisse bei RDE zu erzielen.“


Weitere Informationen zu dieser Studie HIER


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