Mobilität Politik: Strategie

EU-Notruf 112-eCall ab sofort für Neufahrzeuge Pflicht

Notruf eCall112
Symbolbild: pixabay

Seit dem 31. März 2018 ist das Notrufsystem eCall EU-weit für alle Neuwagen verpflichtend. Das eCall-System wählt bei einem schweren Verkehrsunfall automatisch die einheitliche europäische Notruf-Nummer 112 und kommuniziert über das europäische Satellitennavigationssystem Galileo den Standort des Fahrzeugs an die Rettungsdienste. Schätzungen zufolge wird sich die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nach Einführung des 112-eCall-Systems in städtischen Gebieten um 40 % und auf dem Land um 50 % verkürzen.

Das Notruf-System – das auch manuell ausgelöst werden kann – überträgt nur wesentliche Informationen und speichert oder zeichnet keine Daten auf. Die Kommission hat die eCall-Lösungen der Hersteller bereits in der Gemeinsamen Forschungsstelle getestet und im Januar 2018 Leitlinien für die Typgenehmigungszentren herausgegeben.

Schätzungen zufolge wird sich die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nach Einführung des 112-eCall-Systems in städtischen Gebieten um 40 % und auf dem Land um 50 %  verkürzen. Zudem dürfte sich die Zahl der Straßenverkehrstoten um mindestens 4 % und die der Schwerverletzten um 6 % verringern. Im Jahr 2016 kamen 25. 500 Menschen auf den Straßen der EU ums Leben, weitere 135. 000 wurden schwer verletzt. Um mehr Leben zu retten und ein Europa aufzubauen, das schützt, arbeitet die Europäische Kommission derzeit an einer neuen Reihe von Verkehrssicherheitsinitiativen, die im Laufe des Jahres vorgestellt werden.


Weitere Informationen:
Wie funktioniert das “eCall”-System? [EN]
Die zugehörige Verordnung [DE]
– Die Website der Generaldirektion Mobilität und Verkehr


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